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Fragen zu Ihrem Unternehmensfilm?

Nähere Informationen zu theoretischen Begrifflichkeiten und Einordnungen finden Sie unter anderem im Buch von Lanzenberger und Müller, Unternehmensfilme drehen. Business Movies im digitalen Zeitalter, UVK Verlag.

  • Wie nennt man Filme über Firmen und Produkte?

  • Wo setze ich den Unternehmensfilm ein?

  • Wie definiert man einen Unternehmensfilm?

  • Genre: Was ist ein Imagefilm?

  • Genre: Was ist ein Imagetrailer?

  • Genre: Was ist ein Produktfilm?

  • Genre: Was ist eine Moodschleife?

  • Genre: Was ist ein Schulungsfilm?

Der Begriff Unternehmensfilm ist der wohl am weitesten verbreiteste Name für bewegte Unternehmenspräsentationen aller Arten. Er hat sich in der Geschichte gegenüber zahlreichen anderen Beschreibungen wie Industriefilm, Wirtschaftsfilm, Corporate Media oder Business Movie aus verschiedenen Gründen durchgesetzt und beschreibt das Genre als Oberbegriff wohl am besten.

Der größte Teil von Filmen, die von Unternehmen produziert werden, können als klassische Präsentation des Unternehmens eingestuft werden. Diese können durchaus neben Großkonzernen auch Mittelständler, Handwerksbetriebe oder Ein-Mann-Unternehmen sein. Darunter fallen zudem auch Filme für Organisationen, Vereine, Verbände, Regionen oder Städte.

Die Kanäle und Einsatzgebiete, für die Filme produziert werden, sind vielfältig und bedingen die Ziele und somit auch das Konzept und dessen Umetzung eines Films. Möglichkeiten sind unter anderem:

  • Filme für das Internet: für die eigene Webpräsenz bis hin zu viralen Clips für das Social Web
  • Filme für die Präsentation am Point-of-Sale
  • Filme für die Präsentation auf Messen
  • Filme für den Vertrieb von Produkten
  • Filme für die Öffentlichkeitsarbeit: z. B. begleitend zu Pressekampagnen, Jubiläumsfilm
  • Filme nach Innen: Motivationsfilm, Mitarbeiterveranstaltung, Hauptversammlung
  • Projektfilm
  • Lehr- und Fortbildungsfilm
  • Museumsfilm
  • etc.

Letztendlich steht die Selbstdarstellung und Werbewirkung im Mittelpunkt. Spots zum Beispiel sind bezüglich Ihrer Länge und den Verbreitungsweg über klassische Medien wie Radio und TV davon abzugrenzen. Zentral ist, dass Unternehmensfilme sich sowohl nach innen an die Mitarbeiter als auch nach außen an die Öffentlichkeit über diverse Kanäle richten können. Sie weisen meist folgende Merkmale auf:

  • Auftraggeber ist das Unternehmen selbst
  • Das Thema des Films hat indirekt oder direkt mit dem Unternehmen zu tun
  • Mit dem Film sind klare Ziele im Visier und auf eine Zielgruppe abgestimmt
  • Der Einsatz des Films wird vom Unternehmen festgesetzt
  • Der Film ist Teil einer Strategie im Rahmen der Kommunikation des Unternehmens

Der Unternehmensfilm kann wiederum verschiedene Ziele verfolgen und dementsprechend Gestalt annehmen. Ein paar ausgewählte Beispiele für häufige Genres sollen hier kurz beschrieben werden.

Hier stehen keine konkreten Produkte oder Dienstleistungen im Mittelpunkt. Vielmehr kommuniziert ein guter Imagefilm die Identität und Philosophie eines Unternehmens im Rahmen moderner Markenkommunikation. Entscheidend ist hier unter anderem die abgrenzende Darstellung zu Mitbewerbern auf dem Markt für eine bessere Wahrnehmung und als Aushängeschild des Unternehmens. Der Einsatzzweck kann vielschichtig sein. Ob als verbesserte Kommunikation auf der eigenen Website oder für den emotionalen Einstieg bei Veranstaltungen ist vieles denkbar. 

Der Imagetrailer ist die mögliche Kurzform Ihres bewegten Unternehmensauftritts – etwa wie der Trailer für einen neuen Kinofilm. Vor allem hier ist ein dynamischer Schnitt von großer Bedeutung. Besonders aussagekräftige Bilder, die keine allzulangen Einstellungen beinhalten, sollen Lust auf mehr machen. Besonders hier ist oft ein mutiger Schnitt, der Kontraste und ästhetische Anschlüsse schafft, das Richtige. Typgraphische Zwischentitel ermöglichen dennoch Informationsübermittlungen. Vielleicht genau der richtige Opener für Ihre Website oder eine Veranstaltung.

Im Gegensatz zum Imagefilm stehen hier ein konkretes oder mehrere Produkte oder Dienstleistungen im Fokus des Films. So kann zum Beispiel ein neues herausragendes Produkt eingeführt werden oder eine Serie angekündigt werden. Diese Produktfilme sind eher absatz- als imageorientiert und finden vor allem im Marketing und Vertrieb Anwendung. Thema könnte zum Besipeil eine besondere Produkteigenschaft sein.

Bei speziellen Formen kann zum Teil auch ganz auf konkrete Themen und kognitive Inhalte verzichtet werden. So können assoziative Formen, die nur auf starke Bilder fokussiert sind, die in einer Moodschleife laufen, die passende Untermalung und Aufwertung für Eingangshallen, Messestände oder Museumsmonitore sein. Als Teil der Architektur helfen sie, ein besonderes Gefühl zu vermitteln und die Atmosphäre durch einen Eye-Catcher aufzuwerten.

Schulungsfilme können in verschiedenen Bereichen Sinn machen. Vielleicht zeigen sie spezielle Abläufe, Handgriffe oder Verhaltensregelen, die zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter dienen, oder sie kommunizieren Techniken und Funktionsweisen von Produkten für den Endkunden. Durch gute filmische Darstellungen können so viel Zeit und langfristig viele wirtschaftlichen Ressourcen gespart werden.